
Setzen Sie Mindestgrößen für Überschriften und Messwerte, beispielsweise 18 Punkt für Hauptangaben auf Karten im A6-Format. Kontrastieren Sie dunklen Text mit mattem, hellem Hintergrund, um Spiegelungen zu mindern. Vermeiden Sie durchscheinende Träger, wenn starke Beleuchtung genutzt wird. Ein ruhiges Farbfeld hinter Schlüsselwörtern wie „Licht“ oder „Wasser“ lenkt Blick und schont die kognitive Aufmerksamkeit in dicht gefüllten Regalen.

Weißraum ist keine Verschwendung, sondern Orientierung. Trennen Sie Abschnitte zu Licht, Wasser und Standort mit konsistenten Abständen, damit das Auge atmen kann. Nutzen Sie Aufzählungen sparsam, nur wenn sie das Scannen erleichtern. Linien und Kästen sollten dezent bleiben. Denken Sie daran: Kundinnen und Kunden halten Karten oft schräg. Ein robustes Layout bleibt lesbar, egal aus welchem Winkel es betrachtet wird.

Im Laden wird gewischt, gegossen und umgeräumt. Laminierte Karten, UV-beständige Tinten und wasserfeste Etiketten überstehen Feuchtigkeit und Sonne. Runde Ecken reißen weniger. Wählen Sie Oberflächen, die sich mit Markern beschreiben lassen, falls saisonale Hinweise ergänzt werden. Ein sauberer Eindruck vermittelt Sorgfalt und überträgt unbewusst die Erwartung, dass die Pflegehinweise ebenso verlässlich und professionell erstellt wurden.
Führen Sie den botanischen Namen klein, aber sichtbar, um Verwechslungen zu vermeiden. Stellen Sie daneben den geläufigen Verkaufsnamen prominent dar. So finden Menschen dieselbe Pflanze auch online wieder. Ergänzen Sie, falls sinnvoll, Hinweise zu Varietäten, die andere Lichtansprüche haben. Der Mix aus Eindeutigkeit und Verständlichkeit stärkt Seriosität und hilft selbst erfahrenen Sammlerinnen und Sammlern bei der sicheren Zuordnung.
Anstatt vager Ratschläge verwenden Sie Richtwerte, die auf Substrat, Topfgröße und Raumklima abgestimmt sind. Beispiel: „12–18 Tage bei 18–22 °C, Topf Ø 12 cm, Standarderde“. Weisen Sie auf Prüfmethode hin: „Oberste Erdschicht trocken? Gießen.“ So wird die Empfehlung flexibel und dennoch verlässlich. Kurze Tabellen per QR-Code vertiefen Informationen, ohne Karten zu überfrachten, und passen sich wechselnden Bedingungen an.
Viele Zimmerpflanzen brauchen im Winter weniger Wasser und Licht. Markieren Sie solche Änderungen mit einer gut sichtbaren Saisonzeile: „Oktober–März: weniger gießen, heller stellen.“ Vermeiden Sie generische Kalenderbilder ohne Erklärung. Wenn Sie standortspezifische Tipps geben, nennen Sie Beispiele für typische Wohnsituationen. So entstehen realistische Erwartungen, die Überpflege verhindern und die Lebensdauer der Pflanzen verlängern.